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Anleitung

Schleifstein reinigen und lagern

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Ein Schleifstein ist ein Verschleißteil, aber mit etwas Pflege hält er viele Jahre. Wer ihn nach dem Schärfen nur kurz abspült und feucht in den Schrank legt, bekommt mit der Zeit eine verstopfte, glatte Oberfläche, im schlimmsten Fall Schimmel oder Risse. Diese Anleitung zeigt, wie Sie Wassersteine, Ölsteine und Diamantplatten reinigen, eine zugesetzte Oberfläche auffrischen und den Stein richtig trocknen und lagern.

Warum ein Stein verstopft

Beim Schleifen löst sich Stahl von der Klinge. Dieser feine Abrieb vermischt sich mit Wasser und Schleifkorn zum grauen Schleifschlamm. Ein Teil davon setzt sich in den Poren der Oberfläche fest. Mit der Zeit wird die Oberfläche dunkler, glatter und greift weniger. Man spricht von einem zugesetzten oder glasierten Stein.

Besonders schnell passiert das bei feinen Steinen, bei harten Stählen und wenn mit zu wenig Wasser geschliffen wird. Ein zugesetzter Stein ist nicht kaputt, er braucht nur eine frische Oberfläche.

Reinigung nach jeder Schleifsitzung

Die tägliche Reinigung dauert nur wenige Minuten und verhindert die meisten Probleme. Sie brauchen dafür nur Wasser, eine weiche Bürste oder einen Schwamm und ein sauberes Tuch.

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    Schleifschlamm unter fließendem, lauwarmem Wasser abspülen

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    Oberfläche mit einer weichen Bürste oder der weichen Schwammseite abreiben

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    Seiten und Unterseite ebenfalls abspülen

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    Stein mit einem Tuch abtupfen, nicht trocken reiben

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    Auf einem Gitter oder Tuch an der Luft trocknen lassen

Hinweis:Verwenden Sie keine Scheuermittel, keine Drahtbürste und keine Spülmaschine. Spülmittel ist bei Wassersteinen meist nicht nötig und kann in den Poren bleiben.

Zugesetzte Oberfläche auffrischen

Wenn der Stein trotz Wasser kaum noch greift, die Oberfläche dunkel glänzt oder die Klinge darauf rutscht, muss die oberste Schicht entfernt werden. Das gelingt mit einem Abrichtstein, einer groben Diamantplatte oder Schleifpapier auf einer ebenen Glasplatte. Einige Hersteller bieten auch einen kleinen Nagura-Stein an, der vor allem auf feinen Steinen eine frische Schlammschicht erzeugt.

Das Auffrischen ist eng verwandt mit dem Abrichten. Beim Abrichten geht es um die Ebenheit, beim Auffrischen um eine offene Oberfläche. Meist erledigen Sie beides in einem Arbeitsgang. Die genaue Technik finden Sie unter Schleifstein abrichten.

  • Abrichtstein oder grobe Diamantplatte: für Ebenheit und frische Oberfläche
  • Nagura-Stein: für feine Steine, erzeugt Schlamm
  • Schleifpapier auf Glas: günstige Alternative, langsamer

Ölsteine und Diamantplatten reinigen

Ölsteine reinigen Sie mit frischem Honöl, das Sie auf die Oberfläche geben und mit dem gelösten Schmutz abwischen. Bei stark verschmutzten Steinen hilft etwas Waschbenzin, dabei für gute Belüftung sorgen und die Hinweise des Herstellers beachten. Wasser sollten Sie bei einem Ölstein nicht verwenden.

Diamantplatten spülen Sie mit Wasser ab und bürsten sie mit einer weichen Bürste aus. Trocknen Sie die Platte gründlich, damit der Metallträger nicht korrodiert. Grundsätzliches zu beiden Steinarten erklärt der Vergleich Diamantstein oder Wasserstein.

Richtig trocknen und lagern

Ein gewässerter Stein enthält viel Wasser. Er sollte langsam trocknen, über mindestens einen Tag, je nach Größe auch länger. Legen Sie ihn nicht auf die Heizung, nicht in die Sonne und nicht in den Backofen. Schnelles Trocknen kann Risse verursachen.

Erst wenn der Stein vollständig trocken ist, kommt er in eine Box oder einen Schrank. Eine verschlossene Box mit feuchtem Stein begünstigt Schimmel und Geruch. Steine sollten frostfrei gelagert werden, solange sie noch Wasser enthalten. Ein Stein mit Halter oder Box schützt außerdem die Kanten vor Abplatzern.

Wann ein Stein ersetzt werden sollte

Jeder Wasserstein wird mit der Zeit dünner. Viele Steine sind auf eine Restdicke von einigen Millimetern ausgelegt, darunter wird er bruchgefährdet. Spätestens wenn er beim Schleifen nachgibt oder Risse durch den Stein laufen, ist es Zeit für einen neuen.

Für die Anschaffung lohnt sich ein Blick auf Sets, die mehrere Körnungen kombinieren. Eine Auswahl finden Sie in unserer Kaufberatung Schleifstein-Sets. Wer lieber ohne Stein schärft, findet Alternativen in der Übersicht Messerschärfer für japanische Messer.

Neue Schleifsteine finden →

Eine kleine Pflegeroutine

Am einfachsten bleibt ein Stein in Form, wenn die Pflege zur festen Routine nach dem Schärfen wird. Wer ohnehin die Klinge abwischt und den Arbeitsplatz aufräumt, braucht für den Stein nur zwei bis drei Minuten zusätzlich. Die Ebenheit prüfen Sie am besten jedes Mal kurz mit einem Stahllineal, bevor Sie den Stein wegräumen. So merken Sie früh, wenn sich eine Mulde bildet.

Notieren Sie sich bei mehreren Steinen, welcher Stein wie behandelt wird, also gewässert, nur benetzt oder geölt. Gerade bei Kombisteinen und Steinen verschiedener Hersteller hilft das, Fehler zu vermeiden. Die Unterschiede beschreibt der Artikel Schleifstein wässern.

Häufige Fragen

Darf ich meinen Schleifstein mit Spülmittel reinigen? Bei Wassersteinen ist Spülmittel meist unnötig. Klares Wasser und eine weiche Bürste reichen. Reste von Spülmittel können in den Poren bleiben.

Warum ist mein Schleifstein schwarz geworden? Die Verfärbung stammt von Metallabrieb in den Poren. Das ist normal. Erst wenn der Stein nicht mehr greift, sollten Sie die Oberfläche auffrischen.

Wie lange muss ein Schleifstein trocknen? Mindestens einen Tag, große, gewässerte Steine auch zwei bis drei Tage. Er sollte sich vollständig trocken anfühlen, bevor er in die Box kommt.

Kann ein Schleifstein schimmeln? Ja, wenn er feucht in einer geschlossenen Box liegt. Lassen Sie ihn immer offen trocknen.

Was Sie dafür brauchen